Webbasiertes, innovatives betriebliches Gesundheitsmanagement

 

Prof. Dr. Volker Nürnberg
leitet bei der Unternehmensberatung
Mercer als Prokurist den Bereich Health Management.

1. Traditionelles betriebliches Gesundheitsmanagement
Kennzeichen der heutigen Entwicklung im beruflichen als auch im privaten Bereich sind zum einen die längere Lebenserwartung sowie die ansteigenden Arbeitsjahre der Bevölkerung. Zum anderen zeichnet sich eine kontinuierliche Zunahme an chronischen Beschwerden wie Diabetes Typ 2 und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie psychischen Problemen ab. Demnach liegt die Hauptintension des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) in vielen Unternehmen in dem Erhalt der Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten. Dieser Fokus wird durch die These bestärkt, dass die Lebensarbeitszeit seitens des Gesetzgebers aufgrund des demografischen Wandels sukzessive angehoben werden könnte. Folglich stellt das BGM eine unumgängliche Maßnahme dar, um einerseits die Arbeitsfähigkeit zu erhalten sowie andererseits Nebeneffekte wie die Steigerung der Arbeitgeberattraktivität (hinsichtlich Rekrutierung und Mitarbeiterbindung) zu erzielen.

Grundsätzlich werden die aktuellen Angebote des BGM nur von einem geringen Teil der Mitarbeitenden in Anspruch genommen. Darüber hinaus fühlt sich überwiegend die „falsche“ Zielgruppe angesprochen. Häufig sind es Frauen, die unabhängig davon bereits regelmäßig Sport treiben, sich gesund ernähren und ohnehin auf ihre Gesundheit achten. Risikogruppen mit chronischen Erkrankungen, wie z.B. Übergewichtige, werden dadurch eher weniger angesprochen. Gründe hierfür könnten die mangelnde Erreichbarkeit über konventionelle Kommunikationskanäle sein oder die Angst davor, eventuell vorhandenen Ansprüchen nicht gerecht werden zu können. Insbesondere für Männer ist es deshalb wichtig, dem Trend nach Gamification sowie dem Bedürfnis des Wettbewerbs nachzukommen und Angebote niedrigschwellig zu konzipieren. Selbst für die Gruppe der jungen Mitarbeiter könnten durch neue Medien und Methoden präventive Anreize geschaffen werden, um sich frühzeitig mit der eigenen Gesundheit sowie einem aktiven Verhalten auseinander zu setzen. Die erhöhte Motivation und der Spaß an der Bewegung durch moderne Ansätze senken mit hoher Wahrscheinlichkeit das Risiko, später von chronischen Krankheiten betroffen zu sein.

2. Onlinebasierte Angebote
Eine alternative Form der Ansprache kann über das Internet oder durch die Nutzung von Wearables und Smartphones gelingen. Das sogenannte webbasierte BGM spricht nicht nur durch Challenges in Form von Rankings oder Wettbewerben neue Zielgruppen wie Männer und junge Mitarbeiter an, sondern gewährleistet auch eine gewisse Anonymität der eigenen Leistung. Zudem ist es günstig skalierbar und besonders für Unternehmen mit dezentralen Organisationsformen bestens geeignet. Auf diese Weise ermöglichen onlinebasierte Gesundheitsprogramme, Gesundheitsplattformen und -apps das Thema Gesundheit flexibel in den beruflichen und privaten Alltag der Mitarbeiter zu integrieren. Durch digitale Lösungen wird bei vorhandener Internetverbindung eine Nutzung rund um die Uhr ermöglicht. Gesundheitskurse können somit unabhängig von Aufenthaltsort und -zeit flexibel durchgeführt werden. Dies kann als eine Dezentralisierung und Kundenzentrierung der Gesundheitsangebote bezeichnet werden. Die gesundheitsfördernde Wirkung von Bewegung wird durch diese vielfältigen Möglichkeiten effektiv unterstützt. Durch die onlinebasierten Gesundheitsmethoden kommt neben der intrinsischen Motivation die extrinsische Motivation vermehrt zum Tragen (gute Programme wie Profession Fit belohnen die Teilnehmer regelmäßig), sodass neue Zielgruppen erreicht werden können.

Ein weiterer Vorteil stellt die mehrsprachige Nutzung der Angebote dar, sodass eine aktive und effektive Teilnahme an Gesundheitsprogrammen nicht mehr durch Sprachbarrieren gehemmt ist.

3. Best Practice – Beispiele
Das wohl älteste und ganzheitlichste Angebot auf dem digitalen BGM-Markt ist das Tool „moove“ von Vitaliberty, das sich vor vielen Jahren im Rahmen des SAP-Umfelds entwickelt hat. Selbst der Ex-Fußballer Philipp Lahm investiert aktuell in webbasierte BGM-Lösungen. Im elementaren Bereich der Fitness und körperlichen Aktivität sticht derzeit der Anbieter „Profession Fit“ mit dem qualitativ besten Programm auf dem Markt heraus und ist aktuell stark am Expandieren. Wissenschaftliche Studien sowie die Zertifizierung nach §20 SGB V dienen dabei als evidenter Qualitätsnachweis. Insbesondere die moderne Aufmachung von kurzen Videos sowie spielerischen Elementen und Belohnungen (Incentivierungen) komplettieren das Programm von Profession Fit.

4. Exkurs – Wearables
Neben onlinebasierten Gesundheitsprogrammen trägt auch der stark wachsende E-Health-Markt durch sogenannte Wearables zur Gesundheitsförderung bei. Zu den Wearables gehören beispielsweise Fitnessarmbänder wie Fitbit oder Jawbone. Zudem zählen auch Uhren oder Brustgurte dazu, die die Messung von eigenen Fitnessdaten wie z.B. Schritte, Puls oder Herzratenvariabilität ermöglichen. Darüber hinaus gibt es bereits einige Apps, die zusätzlich die Verlinkung mit sozialen Netzwerken anbieten, sodass die persönlichen Ergebnisse mit Freunden geteilt werden können. Hierdurch können nicht nur Sportaffine Anerkennung ernten, sondern auch ein „Bewegungsmuffel“ erlangt Motivation und Ansporn zu mehr Bewegung.

5. Abschluss
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass durch webbasiertes Gesundheitsmanagement durchaus neue Zielgruppen angesprochen werden können und sich zusätzliche Möglichkeiten für ein aktives und gesundheitsbewusstes Verhalten ergeben – besonders auch für bisherige Gesundheitsmuffel. Dieser Innovationsschub sollte die Gesundheit von Mitarbeitenden in der Summe deutlich verbessern. Auf der anderen Seite muss darauf geachtet werden, dass die neuen Möglichkeiten wie Fitness-Apps und Gesundheitsplattformen nicht nur für einen gewissen Zeitraum spannend sind und nach einer gewissen Zeit wieder vernachlässigt werden. Demzufolge müssen die Programme kontinuierlich weiterentwickelt werden. Finanzieren lassen sich solche Aktivitäten z.B. teilweise durch Kooperationen mit den Krankenkassen oder einer betrieblichen Krankenversicherung (bKV).

Prof. Dr. Volker Nürnberg leitet bei der Unternehmensberatung Mercer als Prokurist den Bereich Health Management.
Darüber hinaus lehrt er u.a. an der TU München.

Den kompletten Bericht können Sie HIER als PDF-Dokument einsehen.

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