Darin waren sich beim Five-to-Twelve-Talk alle Experten einig: Wenn Deutschland die Wirtschaftskrise überstehen will, müssen wir schnell reagieren.

Ergolding, 5.11.2019. Am Mittwoch, 30. Oktober, hat Bernhard Schindler, CEO und Founder von PROFESSION FIT, wieder zum mittlerweile etablierten Five-to-Twelve-Talk in den Bügersaal in Ergolding eingeladen. Mehr als 300 Gäste und Unternehmer kamen zur Veranstaltung und bewiesen damit einmal mehr, welche Bedeutung der Talk inzwischen hat. Das Fazit der Diskussionsrunden war eine ganz klare Botschaft: Es ist fünf vor zwölf!

Die Wirtschaftskrise kommt, beziehungsweise wir stecken schon mitten drin, vor allem laut Prof. Dr. Tobias Kollmann, Gründer von Immobilien- und Autoscout 24. „Wir haben längst eine digitale Wirtschaftskrise“, sagt er. „Deutschland findet im digitalen Weltmarkt nicht statt. Wir sind ein realer Fliegenschiss auf der digitalen Weltkarte.“ Hier stehen Deutschland, aber auch Bayern und Landshut vor einer großen Aufgabe. Einerseits kann und darf der Staat nicht mehr ausgeben, als er hat. Gleichzeitig müssen wir investieren, um auf dem internationalen Markt bestehen zu können. Was wir jetzt brauchen, ist eine saubere Strategie, anstatt im Blindflug irgendwelche Ziele anzustreben, die nicht realistisch sind. „Wir müssen strategische Perspektiven entwickeln und die Sprachlosigkeit überwinden!“ Davon ist Politologe Prof. Dr. Dr. Werner Weidenfeld ebenso überzeugt, wie Dr. Peter Bofinger. „Man ist in Berlin außergewöhnlich passiv, angesichts der Lage“, gibt das ehemalige Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland zu. Außerdem sei die wirtschaftliche Flaute vor allem ein deutsches Problem. Was also tun? Genau das! „Wir müssen mehr tun und weniger reden“, fasste Moderator Jon Christoph Berndt den Grundtonus der Diskussion treffend zusammen. Hier sei es zum einen wichtig, an die nächste Generation zu denken. Digitale Bildung muss bereits an Schulen und Universitäten beginnen. Aber auch die soziale Verantwortung können und dürfen wir nicht außer Acht lassen, wie der stellvertretende Ministerpräsident Hubert Aiwanger in seiner Begrüßungsrede betonte: „Automatisieren und Digitalisieren müssen sein. Aber wir dürfen nicht ideologisch davon galoppieren und die letzten Waggons abhängen.“ Was er damit meinte: Wir haben auch eine soziale Verantwortung. Technik muss auch für den Normalbürger erschwinglich bleiben. Dennoch blickt Aiwanger durchaus positiv nach vorne, denn Bayern habe ja Geld, um zu investieren und aktive, engagierte Unternehmer. „Wir brauchen keine Angst vor der Zukunft zu haben“, sagte er deshalb auch und schloss mit einer klaren Aufforderung an das Publikum: „Die bayerische Wirtschaft braucht euch!“

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