Schafft die Digitalisierung Arbeitsplätze ab?
Das Fazit der Talkgäste war eindeutig: Mit einer Digitalsteuer nicht!

Ergolding, 7.2.2019. Beim zweiten Five-to-Twelve-Talk am Donnerstag, 7. Februar, im Businesstower in Ergolding stellte Veranstalter Bernhard Schindler ganz provokativ die Frage in den Raum: Schafft die Digitalisierung Arbeitsplätze ab?

Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident Hubert Aiwanger sprach in seiner Begrüßungsrede an, dass wir uns bereits mitten in einem Wandel befinden: „Die Digitalisierung kommt wie eine Naturgewalt auf uns zu.“ Aber wir dürften weder nörgeln, noch Angst davor haben. Ganz im Gegenteil betonte er: „Ich als Wirtschaftsminister sage: Volle Kraft voraus.“ Denn um im weltweiten Wettbewerb vorne mit dabei zu sein, müssen wir Technik, Geld und Zeit investieren, so Aiwanger. Der renommierte Politikwissenschaftler Prof. Dr. Dr. Werner Weidenfeld stimmte dem Minister zu, wenngleich er die Geschwindigkeit mit welcher der Wandel vonstatten geht, zu bedenken gab.

Fakt ist, dass Arbeitsplätze wegfallen werden, und dass sich unsere Arbeitswelt radikal verändern wird. Die mehrfach ausgezeichnete Sozialunternehmerin Sina Trinkwalder appellierte deshalb an die Politik: „Wer soll diesen Wandel finanzieren?“ Diese Frage war das Fazit des Talks, der auch gleich eine Lösungsmöglichkeit dazu lieferte: Es sind die Unternehmen, die den Verlust der Arbeitsplätze durch Technik und Roboter finanzieren müssen. Wir werden künftig nicht an einer Digitalsteuer vorbeikommen!

Auch um in Zukunft soziale Bereiche weiter finanzieren zu können, gibt es nur diesen Weg. Claus Moldenhauer, Vorstand der Deutschen Rentenversicherung, brachte es auf den Punkt: Wer wird unsere Rente finanzieren? Für wen gibt es überhaupt Rente? Und wie hoch soll diese Rente sein? „Wir leben in einer Zeit, die Zukunftsentscheidungen fordert“, sagte er. Persönlichkeitscoach und Bestsellerautor Jürgen Zwickel bestätigte dies, indem er jedoch zu verstehen gab, dass Ängste, gerade um den Fortbestand unter anderem einer Rente, bei den vielen Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen eine große Rolle spielen würden. Christophe Collinet, CEO von My Fitness Card, zeigte eindrucksvoll, wie man durch nur eine Karte diese Ängste abbauen kann, indem die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen täglich in Verbindung mit PROFESSION FIT etwas für Ihre Gesundheit tun. Und auch Bernhard Schindler selbst ließ es sich nicht nehmen, in diesem Zusammenhang noch einmal an das Motto des Talks zu erinnern: „Es ist fünf vor zwölf!“

Der Founder und CEO von PROFESSION FIT veranstaltet den Five-to-Twelve-Talk dreimal im Jahr. Ihm geht es dabei vor allem darum, hochkarätige Kunden und Interessenten seines Systems für digitale Betriebliche Gesundheitsförderung mit prominenten Gästen zusammenzuführen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Digitalisierung, der demografische Wandel und Fachkräftemangel. Der Talk fand mittlerweile zum zweiten Mal in der Firmenzentrale in Ergolding statt und war wieder ein Riesenerfolg.